Mikrofaser – Einführung

Unter dem Begriff Mikrofaser werden Fasern mit einer Feinheit kleiner 1 dtex zusammengefasst.
„dtex“ ist eine internationale Maßeinheit für Textilien, die das Gewicht einer 10.000 Meter langen Faser gemessen in Gramm beschreibt. Das durchschnittliche Gewicht einer Mikrofaser liegt im Bereich zwischen 0,4 bis 0,7 dtex. Wie fein die ist, zeigt der Vergleich zur feinsten Naturfaser, der Seide. Seide hat ein dtex von ca. 1,3 und ist somit rund halb so fein wie eine Mikrofaser.

Die extreme Feinheit ermöglicht die Bündelung vieler einzelner Fasern auf kleinstem Raum. So entsteht eine extrem große Gesamtoberfläche die für die hervorragende Saugfähigkeit von Mikrofaserstoffen verantwortlich ist. Durch die hohe Saugfähigkeit sind Mikrofaser auch hervorragend zur Edelstahlreinigung in Kombination mit einem Edelstahlreiniger geeignet.

Mikrofaser – Arten

Grundsätzlich können Mikrofaser in zwei unterschiedliche Arten, die synthetische und die natürliche Mikrofaser unterschieden werden. Eine synthetische Mikrofaser wird aus Grundstoffen wie z.B. Polyester, Polyamid, Polyacryl hergestellt. Für natürliche Mikrofasern kommt Zellulose zum Einsatz, welche zuvor meist aus Holz gewonnen wird.

Der Vorteil einer natürlichen Mikrofaser besteht darin, dass der Grundstoff Holz im Gegensatz zu Erdöl ein regenerativer Rohstoff ist, der schnell und ökologisch nachwächst.

Die Herstellung einer Mikrofaser läuft in zwei Schritten ab. Im ersten Schritt werden bikomponente Fasern z.B. aus Polyester und Polyamid hergestellt, die dann im zweiten Schritt durch ein Splitt-Verfahren wieder aufgesprengt werden.

Mikrofaser – Eigenschaften

Während des Splitt-Verfahrens in der Herstellung bilden sich in den Mikrofasern eine Vielzahl an winzigen Hohlräumen aus. Diese Hohlräume sind neben der extremen Bündelung die Ursache der enormen Saugkraft von Mikrofaserstoffen. Wird ein Vergleich zu Baumwolle hergestellt, besitzen Mikrofaser eine ca. fünf Mal so hohe Saugkraft.

Aus diesem Grund haben sich Mikrofaserstoffe im Reinigungsbereich fest etabliert. Für den Einsatz von Mikrofasern bei Reinigungsarbeiten hat sich eine Mischung aus Polyamid und Polyester bewährt.

Mikrofaser – Was gibt es zu beachten

Damit ein Mikrofaserstoff seine saugende Eigenschaft langfristig behält, muss unbedingt auf die Verwendung eines geeigneten Waschmittels geachtet werden. Durch die Verwendung eines Weichspülers setzen sich fettenden Inhaltsstoffe des Weichspülers auf den Mikrofasern ab und die Saugkraft geht verloren. Um diesen Effekt zu vermeiden, sollten Mikrofaserstoffe nur mit marktüblichen Vollwaschmitteln gewaschen werden.

Der optimale Temperaturbereich zum Waschen von Mikrofaser liegt zwischen 40°C und 60° und sollte 90°C nicht überschreiten.